Das Wort Trauma bedeutet Wunde. Traumatische Erfahrungen sind "Seelische Wunden", welche eine sorgfältige Behandlung benötigen.
Die Traumaadaptive Kunsttherapie verbindet das Wissen aus der Psychotraumatologie und der Kunsttherapie. Gestalterische Ansätze unterstützen den Prozess der
Traumabewältigung.
Zu Beginn der Begleitung steht der Aufbau einer "tragfähigen" therapeutischen Beziehung, welche der Klientin einen geschützten Rahmen bietet, um sich auf
kunsttherapeutische Prozesse einlassen zu können. Das primäre Ziel nach TAKT ist die Stabilisierung durch Begleitung, Co-regulation und Containment mit der Förderung einer stabilisierenden
Spannungsregulation durch gestalterische Prozesse.
Ein weiterer Behandlungsschritt liegt bei der sorgfältige und regulierten Annäherung an das Trauma, mit dem Ziel das Stresstoleranzfenster schrittweise zu
vergrössern. Dies ermöglicht eine sukzessive Erweiterung des Handlungsspielraumes und erlaubt die Rekonstruktion und damit verbundenen Neubewertung. Das Ziel ist, durch korrigierende Erfahrungen
die gemachten traumaassoziierten Verbindungen ins "Hier und Jetzt" aufzulösen, sozusagen "Früher von Heute zu entkoppeln".
Wichtig ist die integrative Arbeit, mit dem Ziel einer besseren "Kommunikation und Zusammenarbeit" im inneren System, um die Alltagsbewältigung zu
erleichtern.
Der Transfer von kunsttherapeutischen Anregungen in den Alltag soll zu einer aktiven Einflussnahme (Einwirken auf Umfeld) führen und somit positive
Selbstwirksamkeitserfahrung stärken.
Die Therapieziele oreintieren sich an das SARIA-Modell.
S – Stabilisieren, Symptomreduktion
A – Psychoedukation und Annäherung an Trauma
R – Rekonstruktion und korrigierende Erfahrung
I – Integration und Identität
A – Alltagsbewältigung, Anpassung an Alltag